Auto:

Rat & Tat - Klienten-Info / Sonderausgabe AUTO

Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen

November 2017 / Die Steuerbelastung für Autos in Österreich kann durchaus als exzessiv bezeichnet werden. Darum wird immer wieder die Frage gestellt, ob man nicht einen PKW in Deutschland in der Slowakei oder sonst wo kaufen und mit einem Kennzeichen dieses Landes in Österreich fahren kann.

Nun, man kann damit in Österreich sicher fahren, aber legal ist das nach kurzer Zeit nicht mehr.

Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, die durch Personen mit Hauptwohnsitz im Inland verwendet werden, dürfen ohne inländische Zulassung nur während eines Monats ab der erstmaligen Einbringung in das Bundesgebiet verwendet werden. Bei der Anmeldung in Österreich fallen NOVA, KfZ Steuer und Erwerbsteuer an. Kommt man dem nicht nach riskiert man ein Verwaltungsstrafverfahren und ein Finanzstrafverfahren. Die Polizei ist verpflichtet der Finanzbehörde solche Fälle zu melden und führt Schwerpunktaktionen durch.

Auch Angestellte oder Vertreter, die im Inland Tätigkeiten verrichten, bei denen sie ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen vom ausländischen Auftraggeber zur Verfügung gestellt bekommen, sind nicht ausgenommen.

Neue Förderungen für E-Mobilität ab März

März 2017 / 72 Millionen Euro stehen im Rahmen des E-Mobilitätspakets bereit, um den Kauf von Elektroautos, E-Zweirädern und E-Nutzfahrzeugen sowie den Erwerb von privaten Ladestationen und den Ausbau öffentlicher E-Tankstellen zu fördern. Diese werden vom Verkehrsministerium, vom Umweltministerium und den Automobilimporteuren zu gleichen Teilen aufgebracht.



Für die Neuanschaffung eines E-Pkws bekommt man als Unternehmer 3.000,- €, als Privater 4.000,- €, für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge in beiden Fällen 1.500,- €. Beantragt kann die Förderung ab 1. März 2017 online unter www.umweltfoerderung.at werden. Gefördert werden nur Neuwagen bis zu einem Nettolistenpreis von max. 50.000,- € (mit dem Tesla wird es also wieder nichts!) und die Fahrzeuge müssen ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Für Zweiräder bekommt man gerade einmal 375,- €, für Kleinbusse und Nutzfahrzeuge bis 5 Tonnen dafür bis zu 20.000,- €.

Auch die Anschaffung von Ladestationen, sogenannte Wallboxes mit bis zu 22kW Leistung, wird mit 200,- € unterstützt.

Aus der Praxis:
Montagefahrzeuge und Sachbezug

März 2017 / Laut Lohnsteuerrichtlinien ist kein Sachbezugswert anzusetzen, „wenn es sich um Spezialfahrzeuge handelt, die aufgrund ihrer Ausstattung eine andere private Nutzung praktisch ausschließen (u.a. Montagefahrzeug mit eingebauter Werkbank)“.



Trotzdem kommt es immer wieder zu Diskussionen mit den Prüfern, z.B. wo denn das Fahrtenbuch sei und ob nicht doch ein Sachbezug hinzuzurechnen wäre.

Unser Tipp (der solche Diskussionen schon erfolgreich beendet hat):

Ein Foto des mit Material und Werkzeugen vollgestopften Montagefahrzeuges anfertigen und zu den Lohnunterlagen geben.

Neue Förderungen für E-Mobilität

Juni 2016 / Das Umweltministerium hat kurzfristig 7,5 Mio. Euro für die Förderaktion "Elektrofahrzeuge und E-Ladeinfrastrukturen" zugesagt.



Betrieblich genutzte E-PKW:
Die KPC (Kommunalkredit Public Consulting) fördert die Anschaffung von E-PKW, die ausschließlich mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben werden mit 3.000,- € pro Fahrzeug.

Die Beantragung erfolgt in zwei Schritten. Zunächst erfolgt die Registrierung unter https://www.meinefoerderung.at/registration/ bis spätestens 31.12.2016, wodurch die Förderung bis zur Ausschöpfung der 7,5 Mio. gesichert ist (max. bis zu zehn Fahrzeuge/Unternehmen).Die Antragstellung erfolgt dann unter https://www.umweltfoerderung.at/elektro-pkw_betriebe nach Kauf und Zulassung (spätestens 16 Wochen nach Registrierung).

Fahrtenbuch als App

Juni 2016 / Für die Smartphone-Generation gibt es jetzt auch schon die entsprechende App. Vom ÖAMTC promoted und als für das Finanzamt geeignet bezeichnet sollte eine
Verwendung auch bei einer entsprechenden Betriebsprüfung standhalten.
Weitere Informationen zum neuen Service:
www.oeamtc.at/mobito
Die App kann sowohl für Android als auch iPhone im jeweiligen App Store gratis downgeloaded werden (direkter Link auf ÖAMTC-Homepage) oder
www.mobito.at laden und sich anmelden.

Alle Jahre wieder:
Änderungen der Sachbezugswerte bei Autos!

Dezember 2015 / Ab 01.01.2016 werden die Werte nach ökologischen Gesichtspunkten festgesetzt: Besteht für einen Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes KFZ für nicht berufliche Fahrten zu verwenden

, so ist ein Sachbezug von 2% der Anschaffungskosten, höchstens 960,- € p.M. anzusetzen. Hat das KFZ einen CO2-Emissionswert von unter 130g pro Kilometer bleibt es bei den bisherigen 1,5 % der Anschaffungskosten (maximal 720,- €).

Achtung! Dieser Grenzwert vermindert sich jedes Jahr. Für reine Elektroautos muss kein Sachbezug verrechnet werden (befristet bis 2020). Die Bestimmungen zum halben Sachbezug bleiben aufrecht, daneben gibt es noch einen Mini-Sachbezug - Details bitte bei uns erfragen.
Benützt ein Arbeitnehmer abwechselnd verschiedene KFZ des Arbeitgebers, so ist ab 2016 für die Berechnung des Sachbezugswertes vom Durchschnitt der Anschaffungskosten aller benutzen KFZ und einem Durchschnitt des Prozentsatzes auszugehen.

ACHTUNG:
Privatfahrten von Dienstnehmern mit Firmen-Kfz

Juni 2015 / Ein leidiges Thema - bereits oft behandelt und diskutiert - und immer ein Streitpunkt bei GPLA-Prüfungen! In letzter Zeit häufen sich diesbezügliche Diskussionen mit Prüfern sogar in jenen Fällen, wo es laut Lohnsteuer-Richtlinien gar keinen Sachbezug geben kann

(z.B. Werkstätten-Autos).

Um den - zumindest im Nachhinein - teuren Sachbezug für die Privatnutzung durch die Dienstnehmer zu verhindern wäre somit (wie schon bisher bei PKWs) für alle Kfz ein lückenloses Fahrtenbuch zu führen. Ist dies zu mühsam bzw. nicht möglich muss die Privatnutzung (auch tatsächlich) ausgeschlossen sein! D.h.:

  • Festschreiben des Verbotes im Dienstvertrag oder auf den Dienstzetteln (bei bestehenden Dienstverhältnissen ergänzen oder neu ausstellen!) und
  • Überwachung des Verbots durch geeignete organisatorische Maßnahmen (z.B. Einsammeln der Autopapiere und -schlüssel am Abend) und
  • Dokumentation der Einhaltung derselben!


Übrigens: Durch Kostenbeiträge der Dienstnehmer mindert sich der Sachbezug, nicht aber durch Übernahme von Kosten! D.h. übersetzt: Der Dienstnehmer tankt nicht auf eigene Kosten sondern auf Firmenkosten und leistet hiezu einen Beitrag (Einzahlung, Abzug bei Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung).

NOVA-Betrug
Wohnsitz über der Grenze - NOVA sparen - Strafe zahlen!

März 2015 / NOVA-Betrug nennt es das Finanzministerium. Auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung unter Betrug wahrscheinlich etwas anderes assoziiert, ein Finanzstrafdelikt, das mit hohen Strafen belegt wird, bleibt es allemal. Die Rede ist davon, ein KFZ mit ausländischem Kennzeichen in Österreich zu fahren,

das Fahrzeug also in Österreich nicht zugelassen zu haben, und sich damit die NOVA und die Erwerbsteuer so wie die inländische KFZ-Steuer zu ersparen.

Verlockend ist das ja allemal, da man die Abgabenbelastung von KFZ als durchaus exzessiv bezeichnen kann, aber das macht eine ungesetzliche Vorgangsweise auch nicht zum Kavaliersdelikt.

Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen, die durch Personen mit Hauptwohnsitz im Inland verwendet werden, dürfen ohne inländische Zulassung nur während eines Monats ab der erstmaligen Einbringung in das Bundesgebiet verwendet werden.

Mit anderen Worten: Innerhalb dieser Monatsfrist muss die Ummeldung und Zulassung im Inland erfolgen. Abgabenschuldner sind Fahrzeugbesitzer und der, der das Fahrzeug verwendet. Die Ausrede, dass das Fahrzeug einer ausländischen Gesellschaft gehört, sticht in dem Fall also nicht.

Auf eine parlamentarische Anfrage im Vorjahr hat das BMF bekanntgegeben, dass in den letzten zwei Jahren 10.500 solcher Fälle aufgedeckt wurden und zu Nachzahlungen geführt haben. Dabei wurden rund 100 Millionen Euro an Nachzahlungen und Strafen eingehoben. Weitere Schwerpunktaktionen sind geplant.

Sachbezug für Privatnutzung eines Dienstautos erhöht

März 2015 / Für die Privatnutzung eines arbeitgebereigenen KFZ sind ausgehend von den Anschaffungskosten des Fahrzeuges 1,5% (0,75%), max. € 720,- (€ 360,-) monatlich als Sachbezug zu versteuern.


Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass sich damit der Sachbezug von der Luxusgrenze für die Anschaffung gelöst hat. Diese beträgt nämlich nach wie vor € 40.000,- und wurde nicht erhöht!


Der niedrigere Sachbezug (0,75%, € 360,-) darf angesetzt werden, wenn das Fahrzeug im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 500 Km pro Monat für Privatfahrten verwendet wird.
Den peniblen Nachweis mittels Fahrtenbuch muss aber der Dienstnehmer erbringen.

Aufzeichnungen für Kilometergelder

März 2015 / Wer führt schon gerne Aufzeichnungen? Schließlich hat man Wichtigeres zu tun. Trotzdem - die Finanzverwaltung und auch der Verwaltungsgerichtshof sind unerbittlich. In einem brandaktuellen Verwaltungsgerichtshofserkenntnis

wird ein Fall behandelt, in dem bei Auslieferungsfahrten eines Arbeitnehmers mit seinem Privat-PKW, bei täglich gleicher Fahrtroute, die gleichen Ziele mit der logischerweise gleichen Kilometeranzahl angefahren werden. Auch in so einem Fall sind nicht nur die immer gleichen gefahrenen Kilometer
aufzuzeichnen, sondern auch die Anfangs- und Endkilometerstände der einzelnen Fahrten.
Wir raten daher, dass ein Fahrtenbuch folgende Punkte enthalten sollte:

Datum, Ort, Zeit, Kilometerstand jeweils am Beginn und am Ende der beruflichen Fahrt, Zweck der beruflichen Fahrt, Anzahl der gefahrenen Kilometer.

Diese Angaben könnten auch in die Reisekostenabrechnung integriert werden.

Firmenwagen - private Nutzung!

März 2015 / Die private Nutzung eines Firmen-PKW durch den Mitarbeiter wird von der Finanz in aller Regel angenommen. Die Frage lautet oft: Wer fährt mit welchem Auto - auch privat? Will man mit "Nein" bei der Finanz bzw. Krankenkasse durchkommen, sind genaue Regeln (schriftlicher Ver-trag, vorgesehene Kontrollen) nötig, sonst wird es "eng"!

In diesem Zusammenhang auch unsere Bitte:
Gibt es bei Ihnen Fahrzeug- oder Mitarbeiterwechsel, denken Sie an die Privatnutzung und informieren Sie uns!

Überblick Unterschiede PKW/LKW - betriebliche Nutzung

März 2015

PKWLKW
(gilt auch für Klein-LKW, Kastenwagen, Pritschenwagen, Kleinautobusse - siehe Button “Kfz-Liste”)
• Kein Vorsteuerabzug
• Nutzungsdauer 8 Jahre
• Aktivposten bei Leasing
• "Luxustangente" - Angemessenheitsgrenze
- bis inkl 2004: EUR 34.000,-
- ab 2005: EUR 40.000,-
• Vorsteuerabzug, wenn betriebl. Nutzung mind. 10%
- Wovon? Anschaffungskosten, Leasingraten, laufende Kosten
• Nutzungsdauer idR. 5 Jahre
• Kein Aktivposten
• Keine "Luxustangente"

Elektro & Hybridfahrzeuge in voller Fahrt!
Ökologisierung des Verkehrs

September 2014 / Langsam kommen immer mehr Autohersteller mit Hybridfahrzeugen (Verbrennungsmotor und Elektromotor mit Energiespeicher) bzw. reinen Elektrofahrzeugen auf den Markt. Diese Modelle sind jedoch auf Grund der zusätzlichen technischen Erfordernisse noch teurer als die herkömmlichen Fahrzeuge mit Benzin oder Dieselmotor.



Um den Verkauf von umweltfreundlichen Hybrid- und E- Fahrzeugen zu fördern, gibt es verschiedene staatliche "Zuckerln", nämlich Förderungen und Steuerbegünstigungen.
Hauptförderschiene ist das "klima:aktiv mobil Förderprogramm", das den Schwerpunkt Fuhrparkumstellungen auf alternative Fahrzeuge und E-Mobilität setzt. Gefördert werden die Anschaffungskosten von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, von E-Fahrzeugen, die Schaffung von Ladestationen und die Anschaffung von E-Fahrrädern. Es handelt sich um eine Bundesförderung, Informationen findet man unter www.klimaaktivmobil.at, www.umweltfoerderung.at und www.mobilitaetsmanagement.at.

Das Land NÖ legt noch etwas drauf unter www.ecoplus.at bzw. mit dem Projekt "e-Pendler in NÖ" (http:// herry.at/index.php/ependler). In Wien gibt es das Projekt "e-mobility on demand", das die Anschaffung von Elektroautos fördert: www.wienermodellregion.at.
Im Burgenland gibt es eine eigene Landesförderung www. eabgld.at/index.php?id=986.
Auch Finanzminister Schelling hat ein Herz für die alternative Fortbewegung:
Personenkraftwagen, die elektrisch oder elektrohydraulisch betrieben werden, sind von der NOVA befreit. Hybridfahrzeuge zahlen zwar NOVA, sie bekommen aber einen NOVA-Bonus für umweltfreundliche PKWs. Bei der motorbezogenen Versicherungssteuer ist es ähnlich - KFZ, die ausschließlich elektrisch betrieben werden, zahlen keine motorbezogene Versicherungssteuer, Hybridfahrzeuge nach der Leistung des Verbrennungsmotors, der Elektromotor bleibt außer Ansatz.

Leider nicht begünstigt sind E-Fahrzeuge im Bereich der Umsatzsteuer - die Fahrzeuge und auch Fahrräder(!) unterliegen genauso wie solche mit Verbrennungsmotor dem Ausschluss vom Vorsteuerabzug. Seit 2012 sind aber auch einige E-Fahrzeuge als Fiskal-LKWs gelistet. Auch im Bereich Einkommensteuer können nur die E-Fiskal-LKWs kürzer als acht Jahre abgeschrieben werden. Alle E-PKW, die nicht auf der Fiskal-Liste stehen, unterliegen darüber hinaus der Luxustangente von 40.000,- Euro für die Anschaffungskosten und sind zwingend auf acht Jahre abzuschreiben.

Vor einer Anschaffung eines Hybrid- oder Elektrofahrzeuges muss man für sich also eine Kosten-/Nutzenrechnung im Vergleich zu den herkömmlichen Fahrzeugen erstellen, die sehr vom persönlichen Fahrverhalten abhängt. Den höheren Anschaffungskosten von alternativen Kraftfahrzeugen stehen deutlich niedrigere laufende Kosten gegenüber, die sich aber nur bei höherer Fahrleistung auswirken. In diesem Bereich wird sich aber in den nächsten Jahren sehr viel tun, sodass es sich bei Interesse lohnt, am Thema zu bleiben!

ALLE WICHTIGEN ADRESSEN AUF EINEN BLICK:
www.klimaaktivmobil.at
www.umweltfoerderung.at
www.mobilitaetsmanagement.at
www.ecoplus.at
herry.at
www.wienermodellregion.at

Der Pendlerrechner ist online!

Februar 2014 / Auf der Homepage des BMF www.bmf.gv.at findet man seit einigen Tagen den neuen Pendlerrechner. Auf Knopfdruck können sich Arbeitnehmer das jeweils für sie geltende Pendlerpauschale ausrechnen. Der Ausdruck ist für den Anspruch auf Pendlerpauschale und Pendlereuro rechtsverbindlich. Er ist dem Dienstgeber zu überreichen (falls man das Pendlerpauschale in der laufenden Lohnverrechnung berücksichtigt haben möchte - Ausdruck muss dem Lohnkonto beigefügt werden!) oder Basis für die Absetzbarkeit bei der Arbeitnehmerveranlagung.

Wer seinem Dienstgeber bereits ein L34 abgegeben hat, muss dieses bis 30.06. 2014 durch einen Ausdruck des Pendlerrechners ersetzen. Wird kein Formular beigelegt gibt es ab 1.7.2014 kein Pendlerpauschale mehr!

Sachbezug für KFZ Nutzung - Deckelung erhöht!

Februar 2014 / Achtung, ab 1.3. 2014 wird die Sachbezugsverordnung geändert! Für die Privatnutzung eines firmeneigenen KFZ durch einen Dienstnehmer sind 1,5 % des Anschaffungswertes als Sachbezug beim Dienstnehmer zu versteuern. Dieser Sachbezug war bisher mit 600,- € p.M. in der Höhe beschränkt. Diese Beschränkung wird ab 1.3. auf 720,- € p.M. erhöht, was de facto einem Anschaffungswert von 48.000,- € entspricht (1,5 % x 48.000,- € = 720,-). Ab 1.3. 2014 muss also in den Lohnverrechnungen überprüft werden, ob es Personen gibt, deren Auto mehr als 40.000,- € gekostet hat und der Sachbezugswert muss entsprechend angepasst werden.

Detail am Rande: Die steuerliche Absetzbarkeit des KFZ als solches wird nicht auf 48.000,- € erhöht, hier bleibt der alte Wert von 40.000,- € erhalten, teurere Autos bleiben für die Finanzbehörde "Luxus". Für Dienstnehmer, die nur den halben Sachbezug versteuern müssen, weil sie nur bis zu 500 km p.M. privat fahren, beträgt die neue Höchstgrenze 360,- €.

Das Fahrtenbuch
Ein leidiges Thema - dem aber immer mehr Bedeutung zukommt!

März 2013 / Wann muss ein Fahrtenbuch geführt werden?
Wie muss ein Fahrtenbuch geführt werden?

Wann muss ein Fahrtenbuch geführt werden?

  • bei betrieblicher Nutzung eines im Privatvermögen befindlichen Kraftfahrzeuges, wenn statt der anteiligen Kosten das Kilometergeld abgesetzt werden soll. Gleiches gilt für Unselbständige, wenn das Kilometergeld als Werbungskosten abgesetzt werden soll.
  • wenn bei Dienstnehmern nur der halbe Sachbezugswert angesetzt werden soll.
  • für Fahrzeuge, die ausschließlich (von verschiedenen Personen) für betriebliche Fahrten verwendet werden (keine Privatnutzung)
  • Empfehlenswert kann auch die Führung eines Fahrtenbuches (zumindest für ein paar Monate) zur Glaubhaftmachung des (eventuell niedrigen) Privatanteiles sein.

Wie muss ein Fahrtenbuch geführt werden?
Jedenfalls genau, am besten händisch direkt im Auto.
Anzugeben sind jedenfalls:

  • Abfahrts- und Ankunftszeit (warum wissen wir nicht)
  • Kilometerstand zu Beginn und Ende der Fahrt, daraus ergeben sich die gefahrenen Kilometer.
  • genaue Angabe der Fahrtstrecke
  • unter Umständen auch Zweck der Fahrt bzw. Lenker

Interessanterweise spricht der Gesetzgeber nicht direkt vom Fahrtenbuch sondern z.B. in der Sachbezugsverordnung vom "Nachweis" - in der Praxis wird es aber wohl ohne Fahrtenbuch nicht gehen.
Liegt das Fahrtenbuch nicht im Auto, sondern wird es z.B. elektronisch geführt, stellt sich natürlich die Frage wie die Kilometerstände zum PC "kommen". Das Fahrtenbuch ist jedenfalls laufend und in einer nicht veränderbaren Form zu führen.
Wird es z.B. im Excel geführt, muss es regelmäßig (wöchentlich) ausgedruckt/unterschrieben/ abgestempelt/abgegeben/abgelegt werden!

Die Fahrtstrecke muss genau angegeben und nachvollziehbar sein; die Intentionen gehen dahin, dass z.B. jeder einzelne besuchte Kunde angeführt werden muss. Eventuell können z.B. in diesem Fall Besuchsprotokolle Abhilfe schaffen. "Kundenbesuche 15.-19. Bezirk, xx km", wird sicher nicht reichen!

Die Finanz kontrolliert die angegebenen Kilometer mittels Routenplaners; der deutsche Bundesfinanzhof akzeptiert diesbezüglich eine Abweichung um 5(!).%. Also genaue Strecke (z.B. nach Klagenfurt über A2 oder S6/36/ 37) angeben, ebenso Abweichungen (Stau, Umleitung, billiger tanken)!

Weitere wichtige Hinweise:
Diese sind nicht erfunden, sondern in der Praxis schon vorgekommen!
Achtung auf (alle möglichen) Querkontrollen:

  • Übereinstimmung mit Reisekostenabrechnungen allgemein
  • Übereinstimmung mit Arbeitszeitaufzeichnungen
  • Uhrzeiten auf Tank- und Mautbelegen
  • Uhrzeiten auf Strafmandaten oder Anzeigen/Anonymverfügungen

Das Auto bzw. Fahrtenbuch ist eindeutig der Prüfungsschwerpunkt bei GPLA-Prüfungen. Insbesondere bei Auszahlungen steuerfreier Kilometergelder (= Auslagenersatz) bzw. Nichtansetzen oder falscher Berechnung eines Sachbezuges wird die Sache sehr teuer!
Diesfalls kann man locker mit einer Nachzahlung in Höhe von 60-70% rechnen - und das möglicherweise über mehrere Jahre. Und - je nach Fall - droht unter Umständen auch noch ein Finanzstrafverfahren! Da ist die Regressmöglichkeit an den Dienstnehmer für die Lohnsteuer nur ein schwacher Trost, wenn praktisch überhaupt zielführend.

Kontrollieren Sie auch

  • was zu diesem Thema in den Dienstverträgen bzw. Dienstzetteln steht!
  • ob alle Aufzeichnungen laufend und richtig geführt werden und dokumentierten Sie dies!
  • ob am Abend/Wochenende alle Fahrzeuge, die nicht privat verwendet werden dürfen, auf dem Firmenparkplatz stehen und die zugehörigen Schlüssel/Papiere sich in der Firma befinden. Auch diesbezüglich - Dokumentation!

Für LKWs gibt es keinen Sachbezug. Aber trotzdem kann es - z.B. bei privater Verwendung des LKWs durch einen Dienstnehmer (z.B. Umzug) - zu einem "anderen", steuer- und sozialversicherungspflichtigen, Vorteil aus dem Dienstverhältnis kommen.

Achtung bei Prüfungen von lohnabhängigen Abgaben: Das Kfz!
Derzeit ein heißes Thema!

März 2012 / Schwerpunkt und Lieblingsthema aller GPLA-Prüfungen (früher Lohnsteuer- bzw. Krankenkassenprüfung) der letzten Zeit war eindeutig des Österreichers liebstes Spielzeug (oder unverzichtbares Betriebsmittel) - das Auto

.
Die Prüforgane gehen schlicht und einfach davon aus, dass jedes im Betrieb vorhandene Kraftfahrzeug (mit wenigen Ausnahmen wie echte LKWs, Werkstatt- oder Pannenfahrzeuge) von irgendjemanden auch privat verwendet wird. Der hierfür anzusetzende Sachbezug (Vorteil aus dem (Dienst-)verhältnis erhöht die Bemessungsgrundlage für Krankenkassenbeiträge, Lohnsteuer und Lohnabgaben. Und da kommt man schnell auf eine üppige Summe, zumal die Prüfung ja meist mehrere Jahre umfasst und vielleicht auch mehrere Dienstnehmer (Autos) betrifft. Mehrheitsbeteiligte Geschäftsführer haben wie der Unternehmer selbst bei der Einkommensteuer einen Privatanteil anzusetzen, zumindest die übrigen Lohnabgaben (DB, DZ, Kommunalsteuer) fallen aber trotzdem an.
In einem speziellen Fall vor einiger Zeit ist sogar der angestellten Ehegattin ein Sachbezug (Vorteil aus dem Dienstverhältnis) zugerechnet worden, obwohl für den Ehegatten ein Privatanteil (vom selben Auto) berechnet worden ist!
Wie soll man nun reagieren? Nun, entweder man akzeptiert die Regelungen und rechnet von Beginn an freiwillig die Sachbezüge in richtiger Höhe hinzu (dies ist immer noch wesentlich billiger als müsste der Dienstnehmer ein Auto privat finanzieren), oder man sorgt für die peinlich genaue Führung von Fahrtenbüchern - und überwacht und kontrolliert sie auch. Firmeninterne Regelungen oder solche in Dienstverträgen, dass Firmenfahrzeuge nicht für private Fahrten verwendet werden dürfen, werden nur in den seltensten Fällen alleine helfen, auch wenn die Überwachung sichergestellt wird. In einem anderen Fall hat der Prüfer am späteren Abend beim Firmenparkplatz vorbeigeschaut und die dort abgestellten Fahrzeuge kontrolliert - leider war jenes des Geschäftsführers nicht da.
Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen - die Fahrtenbücher müssen natürlich formell und materiell ordnungsgemäß geführt werden - sei noch auf ein paar Tücken bzw. Fallen hingewiesen:

  • Die Prüforgane rechnen die angegebenen Fahrtstrecken nach! Daher bitte für eine möglichst genaue, umfangreiche Wegbeschreibung sorgen und auch allfällige Umwege (Baustelle, Stau, billiger tanken, etc.) angeben. Dumm gelaufen und schwer bzw. nicht erklärbar ist - wie letztens bei einer Prüfung aufgefallen - eine zu geringe Kilometerangabe (z.B. Wien-Linz-Wien 280 km).
  • Aber auch Kilometerstände auf Servicerechnungen, Orts- und Zeitangaben von Mautstellen, Parkgebühren, Strafen, etc. müssen mit den Angaben im Fahrtenbuch übereinstimmen.

Jedenfalls sollten Sie uns, sofern wir für Sie die Lohnverrechnung erledigen, über Änderungen im Fuhrpark umgehend informieren. Nur so können wir für eine korrekte Lohnabrechnung sorgen und Sie mit entsprechenden Tipps versorgen.

Kein Vorsteuerabzug für Elektrofahrzeuge

Dezember 2011 / Fahrräder mit elektrischem (Hilfs-)Motor wie Elektrofahrräder und Segways sind laut Finanzministerium Krafträder und haben daher keinen Vorsteuerabzug - falls Sie also bei Ihrem zweirädrigen Fortbewegungsmittel einen Vorsteuerabzug haben wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als selbst
in die Pedale zu treten ...

Abzugsverbot für Strafen

September 2011 / Schon bisher waren Strafen nur in Ausnahmefällen - bei Geringfügigkeit des Fehlverhaltens im Rahmen der normalen Betriebsführung - als Betriebsausgaben absetzbar

. Seit 2. August 2011 sind sämtliche Strafen und Geldbußen, die von Gericht, Verwaltungsbehörden oder Organen der Europäischen Union verhängt werden, steuerlich generell nicht absetzbar.

Übernimmt der Arbeitgeber oder die Gesellschaft eine gegen einen Arbeitnehmer oder den Geschäftsführer verhängte Strafe, stellt dies einen steuerpflichtigen Vorteil aus dem Beschäftigungsverhältnis dar: Die Zahlung ist zwar als Lohnzahlung bzw. Honorar abzugsfähig (und löst auch alle Lohnnebenkosten aus), aber natürlich beim Empfänger zu versteuern.

Nicht betroffen von diesem Abzugsverbot sind Konventionalstrafen (Vertragsstrafen): Sie sind keine Strafen im rechtlichen Sinne, sondern pauschalierter Schadensersatz.

Kilometergeld

Jänner 2006 / Dieses kann sowohl als steuerfreier Kostenersatz als auch als Werbungskosten Bedeutung haben. Das Kraftfahrzeug muss nicht im Eigentum stehen. In beiden Fällen wird man ein (Teil-) Fahrtenbuch als Nachweis benötigen. Das Km-Geld beträgt derzeit EUR 0,376 pro Kilometer; für jede Person

, deren Mitbeförderung dienstlich notwendig ist, gebührt ein Zuschlag von EUR 0,045 je Fahrkilometer; für Motorräder beträgt es EUR 0,119 (bis 250 cm3 Hubraum) bzw. EUR 0,212.

Nicht bei der Geltendmachung als Werbungskosten (und als Betriebsausgabe), aber als steuerfreier Kostenersatz darf es auf EUR 0,38 aufgerundet werden.

Ab einer Jahreskilometerleistung von 30.000 Km können nur mehr die (anteiligen) tatsächlichen KFZ-Kosten geltend gemacht werden.

Mit dem Kilometergeld sind fast alle anfallenden Ausgaben abgedeckt (auch Zusatzausrüstungen, Mauten, Parkgebühren, Mitgliedsbeiträge, Finanzierungskosten). Zusätzlich können nur Schäden aufgrund höherer Gewalt bzw. Unfall, die sich im Rahmen der beruflichen Verwendung ereignen, geltend gemacht werden. Hiezu zählt auch die Absetzung für außergewöhnliche technische Abnutzung. Es darf auch nicht grobe Fahrlässigkeit, insbesondere Alkoholisierung, vorgelegen haben.

Angemessenheit der Anschaffungskosten “Luxustangente"

Jänner 2006 / Aufwendungen bzw. Ausgaben in Zusammenhang mit der Anschaffung eines PKW (oder Kombis) sind nur insoweit angemessen, als die Anschaffungskosten



bis 2004 die Höhe von
• EUR 34.000,-,

ab 2005 die Höhe von
• EUR 40.000,-

nicht übersteigen.

VwGH - Erkenntnisse in diesem Zusammenhang:
• Die Angemessenheitsgrenze gilt für jede Unternehmensart.
• Auch Gewinne in Millionenhöhe rechtfertigen keine höheren Anschaffungskosten.
• Ein teurerer PKW erweist sich nicht nur als sicherer, sondern auch als repräsentativer.
• Ein nachträglich eingebautes Radio gehört zu den privaten Kosten der Lebensführung.

Sondereinrichtungen, die selbständig bewertbar sind, gehören nicht zu den Anschaffungskosten des PKW und fallen nicht unter die Angemessenheitsgrenze. Dazu gehören Autotelefon, Funkeinrichtungen, Freisprecheinrichtungen oder Computerfahrtenbuch. Diese Wirtschaftsgüter sind unabhängig abzuschreiben. Dagegen sind Sonderausstattungen als unselbständiger Teil des PKW in der Angemessenheitsgrenze enthalten. (z.B. Klimaanlage, Alufelgen, ABS, Airbag, Allradantrieb, etc.)
Bei Gebrauchtfahrzeugen sind die historischen Anschaffungskosten anlässlich der Erstzulassung maßgeblich. Lassen sich diese nicht feststellen, dann gilt der seinerzeitige Listenpreis.

Bei Fahrzeugen, die mehr als 5 Jahre nach ihrer Erstzulassung angeschafft werden, sind die tatsächlichen Anschaffungskosten des Gebrauchtfahrzeuges maßgeblich.

Die gleichen Grundsätze gelten für Leasingraten. Übersteigen die Anschaffungs-kosten des Vermieters die Höchstbeträge, dann ist der auf den übersteigenden Betrag entfallende Teil der Leasingrate nicht absetzbar (gilt auch für im Ausland geleaste PKW).

Die Betriebskosten sind unabhängig von den Anschaffungskosten abzugsfähig, mit Ausnahme der wertabhängigen Kosten (z.B. Kaskoversicherung, Zinsen).

Wann ist ein PKW ein LKW - oder doch wieder nicht?!

Jänner 2006 / Immer wieder kommt es zu Irrtümern bzw. Diskussionen, ob ein Kfz als Klein-lastkraftwagen anzusehen ist oder nicht. Besonders bei Nobelgeländefahrzeugen wird auch vom Verkauf her versucht, in einer Grauzone Werbung zu machen. Anlässlich eines Volvos war das dem Fiskus vor kurzem sogar eine Prüfungsaktion wert,

die Einiges gebracht haben soll. Was als Klein-LKW und Klein-Bus anzusehen ist, ist dem Gesetzgeber eine detaillierte Verordnung wert. Wir bringen daraus nur Auszüge.

Für Fahrzeuge, die vom Aufbau der Karosserie her auch als PKW oder Kombi gefertigt werden, sind Mindesterfordernisse notwendig, die erfüllt werden müssen, damit sie als Klein-LKW eingestuft werden:
• So muss das Fahrzeug eine Hecktüre aufweisen,
• darf nur mit einer Sitzreihe für Fahrer und Beifahrer ausgestattet sein.
• Hinter der Sitzreihe muss eine Trennwand angebracht werden, die durch Verschweissen oder Vernieten mit der Karosserie und der Bodenplatte verbunden ist.
• Der Laderaum muss seitlich verblecht sein und darf seitlich keine Fenster haben.
• Halterungen für hintere Sitze müssen entfernt und unbenutzbar gemacht worden sein.
• Etc ...

Für Geländefahrzeuge, die keine Fußmulde aufweisen, gilt ergänzend Folgendes:
• Die Trennvorrichtung hinter der Sitzreihe muss im unteren Bereich in einer Trennwand bestehen, die sich nach hinten waagrecht etwa 20 cm fortsetzt. Diese Trennwandfortsetzung muss mit der Originalbodenplatte so fest verbunden sein, dass eine Trennung nur unter Beschädigung der Originalbodenplatte möglich wäre.

Die (hier nur beispielhaft) angeführten Merkmale müssen bereits vom Erzeuger oder Importeur durchgeführt werden.

PKW und Vorsteuer – Diverses und Kurioses

Jänner 2006 / PKW und Vorsteuern
- ein dunkles Kapitel des österreichischen Steuerrechts

PKW und Vorsteuern
- ein dunkles Kapitel des österreichischen Steuerrechts!

Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind Leistungen im Zusammenhang mit der Anschaffung bzw. Herstellung, der Miete oder dem Betrieb von PKW, Kombinations-kraftwagen und Krafträdern.

Ausnahmen gibt es u.a.für:
• Fahrschulen
• Taxis
• vermietete Kfz
• Vorführ-Kfz

Übersicht Vorsteuerabzug PKW, Kombi, Kraftrad
• Anschaffungskosten nein
• Autofunk 
• Autotelefon 
• Autoradio im Dienstwagen 
• Autoradio im Unternehmer-PKW nein
• Sonderausstattung(Klimaanlage,ABS,Airbag,Spoiler,etc) nein
• Garagen (Errichtung und Erhaltung) 
• Laufender Aufwand(Treibstoff, Wartung, Pflege, Reparaturen) nein
• Straßenmaut, Parkgebühren, Garagierungskosten nein
• Miete, Leasing nein
• Taxirechnungen 

Für LKW und Busse gilt das allgemeine Vorsteuerabzugsverbot nicht.
Die Kriterien für das Vorliegen eines Klein-LKW und Klein-Busses Überblick „Unterschiede PKW+Kombi/LKW“


Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag

Die Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden bei Dienstnehmern in jedem Fall durch den Verkehrsabsetzbetrag (EUR 291,- p.a.) und zusätzlich in bestimmten Fällen durch die Pendlerpauschale abgegolten.


Körperbehinderten,
die zur Fortbewegung ein eigenes Kraftfahrzeug benützen, steht unter bestimmten Umständen ein Freibetrag von EUR 153,- p.a. zu.

Absetzbarkeit von Unfallkosten

Wird ein Betriebsfahrzeug auf einer beruflich veranlassten Fahrt durch einen selbst verschuldeten Unfall beschädigt, sind die Reparaturkosten als Betriebs-ausgaben abzugsfähig.

Ausnahme: Alkoholisierung des Lenkers
Alkoholisierung ist nicht dem Betriebsbereich sondern dem Privatbereich zuzuordnen.

Geringes Verschulden, leichte Fahrlässigkeit beeinträchtigen die Abzugsfähigkeit nicht (z.B. “nach langsamen Einfahren” in eine geregelte Kreuzung beim Linksabbiegen ein entgegenkommendes Fahrzeug zu übersehen). Unfallkosten gelten aber insbesondere dann nicht als abzugsfähig, wenn grob fahrlässige Missachtung der Verkehrsvorschriften vorliegt (z.B. Unfallschäden auf Grund
stark überhöhter Geschwindigkeit oder einer “nicht angebrachten Fahrweise”).

Der Unfall mit einem Privat-PKW während einer beruflich veranlassten Fahrt ist nicht ganz so eindeutig geregelt. Während früher nur Ursachen wie “typische Betriebsgefahr” (z.B. Beschädigung des PKW des Bauleiters durch Baumaschinen auf einer Baustelle) anerkannt wurden, sprechen jüngere Erkenntnisse von der “Unbeachtlichkeit” des Verschuldens, der Strafbarkeit oder des moralischen Verhaltens im Hinblick auf die Abzugsfähigkeit der Unfallkosten.

Allerdings erlischt auch hier die Abzugsfähigkeit, wenn der Unfall durch Alkoholgenuss herbeigeführt wurde!


Das gibt es wirklich:

Km-Gelder für Fahrrad- und Fußwege!

Auch für das umweltfreundliche Fahrrad und die Zurücklegung des Weges per pedes hat der Gesetzgeber Kilometergeld vorgesehen, und in Relation zum Auto und Motorrad eigentlich nicht einmal zu knapp!
Fahrrad bzw. zu Fuß für die ersten 5 km: EUR 0,24
Fahrrad bzw. zu Fuß ab 6 km EUR 0,47

Und ganz ohne Luxustangente!

Dienstnehmer und Auto Privatnutzung – Sachbezug

Jänner 2006 / Hier ist wohl in erster Linie an den Sachbezug zu denken:

Darf der Arbeitnehmer ein arbeitgebereigenes Auto auch für Privatfahrten (dazu zählt in aller Regel auch die Fahrt von der Wohn- zur Arbeitstätte

Hier ist wohl in erster Linie an den Sachbezug zu denken:

Darf der Arbeitnehmer ein arbeitgebereigenes Auto auch für Privatfahrten (dazu zählt in aller Regel auch die Fahrt von der Wohn- zur Arbeitstätte und zurück) nutzen ist ein Sachbezug zu rechnen. Dieser beträgt 1,5% der tatsächlichen Anschaffungs-kosten (max. EUR 600,-) monatlich. Werden nachweislich monatlich nicht mehr als 500 Km (Jahresschnitt) privat zurückgelegt, reduziert sich der Sachbezugswert auf die Hälfte (0,75% bzw. max. EUR 300,-).

Bei Gebrauchtfahrzeugen ist für die Sachbezugsbewertung der Listenpreis im Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung maßgebend (Wahlrecht: nachgewiesene tatsächliche Anschaffungskosten), bei Vorführkraftfahrzeugen sind die um 20% erhöhten tatsächlichen Anschaffungskosten anzusetzen. Bei geleasten bzw. gemieteten Kraftfahrzeugen ist jener Wert Bemessungsgrundlage, der der Berechnung der Leasingrate zugrunde liegt.

Als Nachweis wird wohl grundsätzlich ein Fahrtenbuch dienen.

Darf der Arbeitnehmer das firmeneigene KFZ nicht privat verwenden, so hat der Arbeitgeber auch für die Wirksamkeit des Verbotes zu sorgen.

Selbständig bewertbare Sonderausstattungen gehören nicht zu den Anschaffungs-kosten. Für Kalendermonate, in denen das Kraftfahrzeug nicht zur Verfügung steht (auch nicht für dienstliche Fahrten), ist kein Sachbezugswert zu rechnen.
Eine Ausnahme besteht bei der Berechnung des Sachbezugswertes, wenn extrem wenig privat gefahren wird. Benützen Arbeitnehmer verschiedene Fahrzeuge abwechselnd (Fahrzeugpool), so ist bei der Berechnung von einem Durchschnittswert auszugehen. Umgekehrt ist der Sachbezugswert nur einmal zu rechnen und nach Maßgabe aufzuteilen, wenn ein Fahrzeug mehreren Arbeitnehmern gemeinsam (Fahrgemeinschaft) zur Verfügung steht. Hingegen ist der Sachbezug mehrfach (Addition) anzusetzen, wenn einem Arbeitnehmer mehrere Fahrzeuge zur unentgeltlichen Privatnutzung zur Verfügung stehen.

Kostenbeiträge des Arbeitnehmers (nicht aber einzelne "privat" bezahlte Tankrechnungen) mindern den Sachbezug. Bei einem einmaligen Kostenbeitrag besteht ein Wahlrecht (Minderung der Anschaffungskosten oder Verteilung auf 8 Jahre).

Bei Dienstreisen gelten zur Unterscheidung zwischen Privat- und Dienstfahrt die Vorschriften über Dienstreisen.

Ausnahme: Kein Sachbezugswert ist anzusetzen bei der Beförderung im Werkverkehr. Werkverkehr ist auch bei Spezialfahrzeugen (z.B. Pannenfahrzeuge), die aufgrund ihrer Ausstattung eine andere private Nützung praktisch ausschließen, anzunehmen.


Geschäftsführer:

Für Geschäftsführer gelten die allgemeinen Regeln; sie können selbständig oder
unselbständig tätig sein.

Bei selbständiger Tätigkeit muss der Privatanteil aus den tatsächlichen Ausgaben abgeleitet werden, der Ansatz des Sachbezugswertes ist neuerdings nicht mehr zulässig.


Bei freien Dienstnehmern darf nach einem neuen Erkenntnis ein Kilometergeld nicht mehr steuerfrei ausbezahlt werden!

Abschreibung
Basis, Abschreibungsdauer PKW Neu- und Gebrauchtfahrzeuge

Dezember 2005

Basis für Abschreibung

• Anschaffungskosten
-> Aktivierung - Gesamtkosten werden über mehrere Jahre verteilt, in Anlagevermögen aufgenommen, und als AfA (Absetzung für Abnutzung) abgeschrieben

Basis für Abschreibung
- Nettokaufpreis
- Sonderausstattungen (z.B. Alufelgen, Klimaanlage)
- Anschaffungsnebenkosten
- NoVA, Umsatzsteuer (wenn nicht rückerstattet)

Wirtschaftlich selbständige Sonderausstattungen
(z.B. Autotelefon, Auto-Apotheke) -> Aktivierung oder GWG

Privat veranlasste Aufwendungen nicht absetzbar (z.B. Schiträger)!

Einlage eines Kfz -> Aktivierung, idR. Bewertung mit dem
“Teilwert” (Euro-Tax-Liste)

Gebrauchtfahrzeuge:

Dezember 2005 / Bei Gebrauchtfahrzeugen muss die Gesamtnutzungsdauer mindestens 8 Jahre betragen, daher muss bei Erwerb eines Gebrauchtfahrzeuges die bisher verstrichene Nutzungsdauer von der Mindestnutzungsdauer abgezogen werden

. Die Differenz ergibt die restliche Mindestnutzungsdauer.

Beispiel:
Ein PKW wird am 4.2.2002 erstmals in Nutzung genommen. Am 10.6.2005 erwerben wir dieses Fahrzeug.

Es sind verstrichen
• Die vollen Nutzungsjahre 2002, 2003, 2004
• Das halbe Nutzungsjahr 2005

Die Mindestabschreibungsdauer beträgt 8 - 3,5 = 4,5Jahre

Vorführwagen gelten als Neufahrzeuge. Sind sie älter als 6 Monate kann ein halbes Jahr verbrauchte Nutzungsdauer angesetzt werden.

Achtung: Firmenparkplatz

Juni 2004 / Es kommt immer öfter vor, dass der Arbeitgeber seinen Dienstnehmern einen Parkplatz auf dem Firmengelände zur Verfügung stellt.


Das ist natürlich erfreulich, nicht nur für den Arbeitnehmer, sondern auch für die öffentliche Hand, wenn sich die Arbeitsstätte in einem der Parkraumbewirtschaftung unterliegendem Gebiet befindet. Denn da ist pro Monat und Arbeitnehmer (auch wenn sich mehrere einen Parkplatz teilen) ein Sachbezug von EUR 14,53 anzusetzen, welcher sowohl der Lohnsteuer als auch der Sozialversicherung unterliegt, und auch die lohnabhängigen Abgaben wie Kommunalsteuer und Dienstgeberbeitrag in die Höhe treibt. Unerheblich ist auch, ob es sich um ein Fahrzeug des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers handelt. Ebenso unerheblich ist, wie oft tatsächlich geparkt wird.

Ausnahmen gibt es unter Umständen für Körperbehinderte. Einspurige Fahrzeuge unterliegen ebenso nicht dem Sachbezug wie jene Personen, die nicht zum Parken berechtigt sind oder ausdrücklich darauf verzichtet haben (und auch tatsächlich nicht parken). Die Kontrolle obliegt dem Arbeitgeber.