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Blitzinfo:

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 22.9.2020 15:00 Uhr

September 2020 / Verlustrücktrag sofort!

Nachträgliche Reduktion der Vorauszahlungen 2019!

Härtefallfonds

Fixkostenzuschuss Phase 2

Verlustrücktrag sofort!
Wir berichten in unserem Klienten-Journal September 2020 über das Konjunkturstärkungspaket und dem darin enthaltenen Verlustrücktrag. Das Tolle daran ist, dass man damit quasi sofort Steuern sparen kann und wollen Sie nochmals darauf aufmerksam machen.

Man muss nicht warten, bis 2020 vorbei ist und die Steuererklärungen erstellt sind. Voraussichtliche Verluste 2020 können bereits im Rahmen der Veranlagung 2019 berücksichtigt werden.

Voraussetzung dazu ist eine sorgfältige Schätzung des Verlustes.

Können betriebliche Verluste 2020 nicht abgeschätzt oder glaubhaft gemacht werden, kann ohne Nachweis ein vorzeitiger Verlustrücktrag bis 30% des Gewinnes 2019 beantragt werden.

Voraussetzung ist die Herabsetzung der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer für 2020 auf Null bzw. Mindest-Körperschaftsteuer. Achtung: Dafür gibt es eine Fallfrist bis Ende Oktober!


Nachträgliche Reduktion der Vorauszahlungen 2019!
Nahezu sensationell ist die neu geschaffene Möglichkeit jetzt noch die Vorauszahlungen für 2019 (!) herabsetzen zu können.

Wir beraten Sie gerne, ob Sie von diesen Möglichkeiten profitieren können.


Härtefallfonds
Beim Härtefallfonds kann bereits ein Antrag für das sechste Monat (vom 16.08. bis 15.09.2020) eingebracht werden. Zur Erinnerung: Innerhalb der neun Monate vom 16.03. bis 15.12.2020 ist es möglich, Unterstützungen für insgesamt sechs Monate zu beantragen.


Fixkostenzuschuss Phase 2
Die erste Tranche des in der Phase 2 verbesserten Fixkostenzuschusses (ab einem Umsatzausfall von 30% werden bis zu 100% der Fixkosten bezuschusst etc. – wir haben in unserem Klienten-Journal September 2020 darüber berichtet) hätte ab 16.09.2020 beantragt werden können. Der Start muss aber verschoben werden, weil die EU-Kommission diesen Zuschuss noch nicht genehmigt hat.

Das Konjunkturstärkungsgesetz 2020

September 2020 / bringt neben den an anderer Stelle erläuterten Zahlungserleichterungen und zusätzlich zu den anderen Coronahilfen und Zuschüssen weitere, grundsätzlich zu begrüßende und teilweise schon lange geforderte, steuerrechtliche Änderungen:



1. Änderung des Einkommensteuertarifes

Rückwirkend ab 1. Jänner 2020 wird der Steuersatz für Einkommensteile zwischen € 11.000,- und € 18.000,- von 25 % auf 20 % gesenkt. Dies führt zu einer Steuerersparnis von € 350,- p.a. Bei aufrechtem Dienstverhältnis muss bis Ende September eine Aufrollung durchgeführt werden.

Damit Arbeitnehmer und Pensionisten mit einem Einkommen bis € 11.000,- nicht leer ausgehen werden der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag bzw. der SV-Bonus („Negativsteuer“) ebenfalls erhöht.

Der ursprünglich bis 2020 befristete erhöhte Steuersatz von 55 % für Einkommensteile über € 1 Mio wird bis 2025 verlängert.

2. Degressive Abschreibung

Bisher haben (mit wenigen Ausnahmen) sowohl Unternehmensrecht als auch Steuerrecht nur die lineare Abschreibung (Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in gleichbleibenden Jahresbeträgen) gekannt. Nunmehr ist für bestimmte Anlagenzugänge ab 1. Juli 2020 die Möglichkeit einer degressiven Abschreibung als steuerliche Investitionsbegünstigung geschaffen worden. Bei der degressiven Abschreibung wird der AfA-Satz auf den jeweiligen Buchwert angewendet. Dies führt in den ersten Jahren zu höheren und in weiterer Folge zu fallenden Jahresabschreibungen.

Der AfA-Satz ist frei wählbar (max. 30 %). Die Entscheidung, wie abgeschrieben wird, ist in jenem Jahr zu treffen, in dem erstmalig eine Abschreibung zu berücksichtigen ist, und zwar für jedes Wirtschaftsgut gesondert. Ein einmaliger Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung ist möglich, umgekehrt nicht.

Beispiel:
Anschaffungswert € 30.000,-, Anschaffung im Jänner 2021, AfA-Satz degressiv 30 %,
zu Beginn des 3. Jahres Wechsel auf lineare Abschreibung, Nutzungsdauer 5 Jahre

AfA degressivRestbuchwert
20219.000,-21.000,-
20226.300,- 14.700,-
20234.900,-9.800,-Bei linearer Abschreibung beträgt die Jahresabschreibung durchgängig € 6.000,-.
20244.900,-4.900,-
20254.900,-0,-
30.000,-


Die degressive Abschreibung steht unabhängig von der Gewinnermittlungsart (also auch Einnahmen-/Ausgaben-Rechnern) und auch im außerbetrieblichen Bereich (z.B. Werbungskosten) zu.

Für folgende Wirtschaftsgüter steht die degressive Abschreibung nicht zu:

  • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Unkörperliche Wirtschaftsgüter, außer sie sind den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung oder Gesundheit/Life-Science zuzuordnen, aber wieder nicht, wenn sie zur entgeltlichen Überlassung bestimmt sind oder innerhalb des Konzerns erworben werden.
  • Wirtschaftsgüter, für die eine Sonderform der AfA vorgesehen ist; hier also insbesondere PKWs und Kombis (schon aber für Fahrschulfahrzeuge, solche zur gewerblichen Personenbeförderung und solche mit einem Co2-Emmissionswert von Null)
  • Gebäude – siehe aber beschleunigte lineare AfA weiter unten
  • Anlagen zur Förderung, zum Transport oder zur Speicherung fossiler Energieträger und solche, die diese direkt nutzen (z.B. Tank- oder Zapfanlagen, Luftfahrzeuge)


Beschleunigte Abschreibung von Gebäuden:

Für Gebäude sind spezielle AfA-Regeln anzuwenden, daher ist eine degressive Abschreibung nicht möglich. Für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt wurden, ist (sowohl im betrieblichen als auch im außerbetrieblichen Bereich, auch für nach dem 30. Juni 2020 erfolgte Einlagen von Gebäuden in das Betriebsvermögen) folgende beschleunigte AfA vorgesehen:

Im Jahr der erstmaligen Berücksichtigung einer AfA beträgt diese höchstens das Dreifache, im darauffolgenden Jahr höchstens das Zweifache der regulären gesetzlichen Gebäude-AfA-Sätze (ohne Nachweis der Nutzungsdauer). Im Gegensatz zur degressiven AfA ist diesfalls die Halbjahresregel nicht anzuwenden! Damit ergeben sich folgende AfA-Sätze:

Wohnzweckebetriebliche Nutzung
(Regelsatz 1,5 %)(Regelsatz 2,5 %)
1. Jahr4,5 %7,5 %
2. Jahr3,0 %5,0 %
ab 3. Jahr1,5 %2,5 %


3. Verlustrücktrag

Auch diese Regelung stellt ein Novum dar: Bisher konnten Verluste aus unternehmerischer Tätigkeit – soweit sie nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden konnten und mit Ausnahmen – mit Gewinnen in den Folgejahren verrechnet (kompensiert) werden. Nunmehr besteht erstmals – unter bestimmten Voraussetzungen und zeitlich befristet – die Möglichkeit eine Verlustverrechnung mit vorangegangenen Gewinnen zu beantragen. Durch die dadurch resultierende Ergebnisglättung sollen die Folgen der Corona-Krise steuerlich besser abgefedert werden.

Der Verlustrücktrag erfordert grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen wie der Verlustvortrag, insbesondere eine ordnungsgemäße Einkünfteermittlung (ordnungsgemäße Buchführung). Er ist mit € 5 Mio. gedeckelt und erfordert einen entsprechenden Antrag. Primär sollen Verluste des Jahres 2020 in das Vorjahr (2019) rückgetragen werden. Wenn diese im Jahr 2019 nicht Deckung finden, kann auch in das Jahr 2018 rückgetragen werden. Dort wird er auf der Ebene des Gesamtbetrages der Einkünfte (also vor Sonderausgaben und außerge-wöhnlichen Belastungen) berücksichtigt. Nicht rückgetragene Verluste bleiben natürlich als Verlustvortrag erhalten.

Durch den Verlustrücktrag kommt es zu rückzahlungsfähigen Gutschriften des bereits veranlagten Vorjahres (gilt verfahrenstechnisch als rückwirkendes Ereignis) oder eben der Vermeidung von Nachzahlungen (wenn noch nicht veranlagt). Bei den diesbezüglichen Überlegungen (natürlich nur im Einzelfall möglich!) werden auch die Progressionswirkungen des Einkommensteuertarifes sowie allfällige (künftige) Steuersatzsenkungen zu berücksichtigen sein. Unter Umständen kann auch angedacht werden, Maßnahmen zur Verlusterhöhung zu setzen.
Da nach den bisherigen Ausführungen der Rücktrag – und damit auch die liquiditätsstärkende Rückzahlung betreffend das Jahr 2019 – erst nach Veranlagung des Jahres 2020 möglich ist, ist das BMF ermächtigt worden mittels Verordnung Möglichkeiten zu schaffen einen vorläufigen Verlustrücktrag (und damit auch die Rückzahlung) zu ermöglichen.
Für abweichende Wirtschaftsjahre sowie Unternehmensgruppen im Sinne des KStG gelten Sonderregelungen.

4. Sonstiges

Weitere Änderungen des Konjunkturstärkungsgesetzes betreffen

  • die Land- und Forstwirtschaft.
  • den Familienbonus Plus (Möglichkeit eines nachträglichen Verzichts).
  • im Falle der Kurzarbeit die pauschale Erhöhung des Jahres- bzw. Kontrollsechstels um 15 %.
  • das Pendlerpauschale, das Verfahrensrecht und die Flugabgabe.
  • die Steuerfreiheit der COVID-19-Investitionsprämien.


Neue Investitionsprämie für Unternehmen erst ab Investitionen von € 5.000,-

September 2020 / Der Topf ist mit 1 Mrd. begrenzt, wird aber bei Bedarf aufgestockt Fördermissbrauch ist strafbar!



Neben dem Konjunkturstärkungsgesetz ist mittlerweile auch das Investitionsprämiengesetz beschlossen worden. Dieses ist recht kurz gehalten, die wesentlichen Details finden sich in der diesbezüglichen Förderungsrichtlinie.

1. Gefördert werden Unternehmen im Sinne des UGB mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Österreich aller Branchen und Größen und unabhängig von der Art der Gewinnermittlung. Ausgeschlossen sind bestimmte Unternehmen der öffentlichen Hand, insolvente Unternehmen und solche, die bestimmte Gesetze verletzt haben.

2. Was wird wie bzw. nicht gefördert?
Die Förderung besteht in einem nicht rückzahlbaren Zuschuss i.H.v. 7 % bzw. 14 % der förderungswürdigen Neuinvestition in das abnutzbare Anlagenvermögen (materiell oder immateriell, aber aktivierungspflichtig).

Der Zuschuss ist „umfassend“ steuerfrei, d.h., es kommt auch zu keiner Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und es besteht auch kein Abzugsverbot für damit zusammenhängende Betriebsausgaben. Diesbezüglich widerspricht die Richtlinie klar dem Gesetzestext.

Für die geförderten Vermögensgegenstände besteht eine dreijährige Behaltefrist ab Abschluss (Inbetriebnahme und Bezahlung) der Investition. Während dieser Zeit darf es weder zu einem Verkauf noch zu einer Verwendung außerhalb einer österreichischen Betriebsstätte kommen. Für Software, Fälle höherer Gewalt oder technischer Gebrechen gibt es Sonderregelungen.

Pro Antrag (d.h. zusammengefasst auch mehrere Investitionen) muss das Investitionsvolumen mindestens € 5.000,- betragen, das maximal förderbare Investitionsvolumen pro Unternehmen bzw. Konzern beläuft sich auf € 50 Mio. Sowohl geringwertige Wirtschaftsgüter als auch gebrauchte Vermögensgegenstände (Neuinvestition bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Vermögensgegenstände bisher noch nicht im Anlagenvermögen des Unternehmens bzw. Konzerns aktiviert waren) sind grundsätzlich förderbar.

Der erhöhte Zuschuss von 14 % wird gewährt für Investitionen (Ziel: Strukturwandel zu einer digitalisierten, grüneren Wirtschaft) betreffend die

  • Ökologisierung, z.B. Klimaschutz, Mobilitätsmanagement und Elektrofahrzeuge, Rohstoffmanagement, Energieeinsparung, Abfallwirtschaft, Gebäudesanierung,
  • Digitalisierung inkl. IT-Security und E-Commerce,
  • Gesundheit/Life-Science, z.B. Herstellung von Medizinprodukten.

Nicht förderungswürdig sind nachstehend angeführte Investitionen:

  • Klimaschädliche Investitionen, siehe im Wesentlichen dazu die Ausführungen zur degressiven Abschreibung (S. 2)
  • Aktvierte Eigenleistungen (ist eher unverständlich)
  • Nicht in Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehende Kosten (z.B. Privatanteile)
  • Leasingfinanzierte Investitionen, sofern diese nicht aktiviert werden (operating leasing)
  • Gebäude, Gebäudeteile und Grundstücke (Ausnahmen für Bauträger)
  • Unternehmensübernahmen (Beteiligungen, Geschäftsanteile, Firmenwert)
  • Finanzanlagen


Eine nicht abzugsfähige Vorsteuer (Umsatzsteuer) kann als förderbarer Kostenbestandteil berücksichtigt werden.
Obige Aufzählung hat nur demonstrativen, teilweise klarstellenden Charakter.

3. Zeitliche Komponente, Befristung

Gefördert werden solche Investitionen, wenn für diese zwischen dem 1. September 2020 und dem 28. Februar 2021 die COVID-19-Investitionsprämie beantragt wird. Sogenannte erste diesbezügliche Maßnahmen (d.s. Bestellungen, Kaufverträge, Lieferungen, Beginn von Leistungen, Anzahlungen, Rechnungen, Baubeginn) müssen zwischen dem 1. August 2020 und 28. Februar 2021 gesetzt werden.
Die Inbetriebnahme und Bezahlung (ungeachtet üblicher Haftrücklässe) hat sodann bis 28. Februar 2022 zu erfolgen, bei einem Investitionsvolumen über € 20 Mio bis 28. Februar 2024 (nicht verlängerbar).

4. Abwicklung

Die Abwicklung erfolgt durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH, Anträge können ab 1. September 2020 bis 28. Februar 2021 („foerdermanager.aws.at“) gestellt werden.

Es besteht kein Rechtsanspruch! Die Gewährung ist – ähnlich wie beim Fixkostenzuschuss – an diverse Auflagen und Bedingungen (u.a. 10jährige Aufbewahrungspflicht der relevanten Unterlagen) gebunden. Der Förderwerber hat das Vorliegen der Voraussetzungen im Antrag zu bestätigen. Fördermissbrauch ist strafbar!

Spätestens drei Monate nach Abschluss der zu fördernden Investition ist über den „aws Fördermanager“ eine Abrechnung samt erforderlicher Unterlagen vorzulegen. Bei Zuschüssen über € 12.000,- ist die Abrechnung zusätzlich auch von einem Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen. Nach Vorlage der Abrechnung und Prüfung derselben wird der Zuschuss seitens des AWS ausbezahlt werden. Bei Investitionsvolumina über € 20 Mio. kann auch eine Zwischenauszahlung beantragt werden.

Die Budgetmittel für das „Förderprogramm COVID-19-Investitionsprämie“ waren mit insgesamt 1 Mrd. € begrenzt („first come – first serve“). Mittlerweile wurde aber eine Aufstockung bei Bedarf beschlossen. Dennoch sollten Anträge für Investitionsprojekte gut und frühzeitig vorbereitet eingebracht werden!

Vom Finanzamt gestundete Beträge - Wie geht´s weiter? Quo vadis? Begünstigte Ratenzahlungsregeln!

September 2020 / Eine wesentliche Maßnahme zur Unterstützung der Liquidität von COVID-19 betroffenen Unternehmen seitens der Regierung war und ist die relativ großzügige und unkomplizierte Handhabung (Gewährung) beantragter Steuerstundungen. Über allfällige diesbezügliche Risiken haben wir berichtet.



Natürlich müssen die gestundeten Beträge auch getilgt werden. Nach den bisherigen lediglich erlassmäßigen gibt es nun diesbezüglich folgende gesetzliche Regelungen:

  • Bis 30. September 2020 kann eine Stundung/Ratenzahlung – auch per Mail – beantragt werden, wobei das Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen (z.B. keine Gefährdung der Einbringlichkeit) vorausgesetzt wird.
  • Diese Stundungen (bewilligt nach dem 15. März 2020 und endend am 30. September oder 1. Oktober 2020) bleiben von Gesetzes wegen bis 15. Jänner 2021 aufrecht, ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen. Zusätzlich werden – ohne eigenen Antrag – gestundet:
    • bis 25. September 2020 gebuchte Abgabenbeträge
    • bis 27. November 2020 gebuchte Vorauszahlungen (ESt, KöSt)


Somit sind derzeit Anträge auf Stundung nur erforderlich, wenn

  • zum 30.09./01.10. keine Stundung aufrecht ist oder eine solche vor dem 16. März 2020 bewilligt worden ist.
  • eine aufrechte Stundung nicht am 30.09./01.10. endet oder nach dem 25.09./27.11. neue Abgabenbeträge gebucht werden.


Eine zusätzliche Möglichkeit den Rückstand zu reduzieren ist die (neuerliche und bis 31. Oktober (!) mögliche) Stellung eines Antrages auf Herabsetzung der Vorauszahlungen. Für den am 15. Jänner 2021 verbleibenden Rückstand wird dann voraussichtlich ein Antrag auf Zahlungserleichterung (Raten oder Stundung) nach den gesetzlichen Bestimmungen (Darlegung der Voraussetzungen, Ermessen der Behörde) einzubringen sein.

Das Konjunkturstärkungsgesetz 2020 bietet darüber hinaus die Möglichkeit der begünstigten Ratenzahlung:

  • Diese kann im Anschluss an eine bestehende Stundung vor Ende der Stundungsfrist bis spätestens 30. September 2020 beantragt werden. Bei einer zuvor bewilligten Ratenzahlung müssen alle nicht von der Ratenzahlung erfassten Abgaben zeitgerecht bezahlt worden sein.
  • Die erhebliche Härte der sofortigen Entrichtung sowie die Gefährdung der Einbringlichkeit werden nicht geprüft.
  • Es sind zwölf angemessene Monatsraten zu gewähren (vereinbaren); unter der Voraussetzung der erheblichen Härte der sofortigen Entrichtung besteht für einen allfälligen Restbetrag eine Verlängerungsmöglichkeit um sechs Monate.
  • Bei Vorliegen der Voraussetzung ist dem Antrag stattzugeben (kein Ermessen der Behörde!). Außerdem ergibt sich ein Vorteil bei den Stundungszinsen (siehe unten).


Weitere Begleitmaßnahmen:

  • Das Finanzamt hat für das Jahr 2020 von der Festsetzung von Nachforderungszinsen (Anspruchszinsen) betreffend Nachzahlungen von Einkommen- oder Körperschaftsteuer abzusehen.
  • Für Abgaben mit einer Fälligkeit zwischen 15. März 2020 und dem 15. Jänner 2021 sind keine Stundungszinsen festzusetzen (ebenso wenn diese nach dem 15. März 2020 für frühere Zeiträume festzusetzen gewesen wären).
  • Zwischen dem 16. Jänner 2021 und dem 1. November 2021 werden reduzierte Stundungszinsen von 2 %, die zweimonatlich stufenweise ansteigen, festgesetzt bis sie schließlich das Vor-Corona-Niveau (4,5 % über dem Basiszinssatz) von 3,88 % erreichen.



Stundungen ÖGK

Für Dienstgeber mit coronabedingten Liquiditätsproblemen sind bisher die Beiträge für Februar bis April 2020 verzugszinsenfrei bis 31. Mai 2020 gestundet worden.

Im Rahmen eines zweiten Stundungspaketes sind nunmehr folgende Regelungen getroffen worden:

  • Die bisher gestundeten Beiträge sind – ohne Verzugszinsen – bis 15. Jänner 2021 zu überweisen. Bei darüber hinaus bestehenden Liquiditätsproblemen besteht die Möglichkeit, die offenen Beträge über Antrag (erst ab Jänner 2021 möglich!) in 11 Raten, beginnend mit Februar 2021, zu begleichen.
  • Beiträge für die Monate Mai bis Dezember 2020 können bei coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten über Antrag – allerdings nicht mehr verzugszinsenfrei – für maximal drei Monate gestundet und in Raten bis längstens Dezember 2021 beglichen werden. Für die Anträge ist seitens der ÖGK ein Formular auf der Website bzw. im Online-Portal WEBEKU bereitgestellt, die coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten sind glaubhaft zu machen. Die Anträge für die Monate Mai bis Juli können bereits gestellt werden.


Besonders zu beachten ist, dass

  • die Bearbeitung eines Ratenansuchens ohne erstattete monatliche Beitragsgrundlagen-meldung (mBGM) nicht möglich ist!
  • die Beiträge für Mitarbeiter in Kurzarbeit und Risikofreistellung oder Absonderung nicht gestundet werden können. Diese sind bis zum 15. des zweitfolgenden Monats, nach dem man die Beihilfe oder Vergütung erhalten hat, zu entrichten.
  • die Meldeverpflichtungen unverändert einzuhalten sind.


Umsatzsteuersatz 5 % ab 01.07.2020
Sechs Monate mit viel Aufwand – worauf man aufpassen sollte!

September 2020 / Zur Unterstützung der Gastronomie, der Kulturbranche sowie des Publikationsbereichs, wurde zusätzlich zu den bisher getroffenen Maßnahmen, befristet vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von 5 % eingeführt.

Das Gesetz ist rückwirkend mit 01.07. in Kraft getreten, weshalb man sich jetzt damit auseinandersetzen muss.

  • Im Bereich der Gastronomie betrifft dies die Abgabe aller Speisen und Getränke.
  • Im Kultur- und Publikationsbereich werden ebenfalls bestimmte Waren und Leistungen mit 5 % besteuert.


Leistungen:

  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler
  • Naturpark, Gärten, Museen
  • Theateraufführungen, Musik- und Gesangsaufführungen durch Einzelpersonen oder Orchester, Musikensembles und Chöre und Filmvorführungen


Waren:

  • Gemälde, Zeichnungen, künstlerische Fotografien, Textile Kunst
  • Bücher, Wörterbücher, auch lose Bogen
  • Zeitungen und andere periodische Druckschriften
  • Bilderalben, Bilderbücher, Malbücher
  • Noten, Wandkarten, Globen


Der Plan der Regierung ist, dass die Preise für die Waren/Leistungen gleich bleiben und die Betriebe vom höheren Deckungsbeitrag profitieren sollen.

Änderungen Registrierkassen 01.07.2020
Achtung: Dieser neue Steuersatz muss in der Registrierkassa angelegt werden, es gibt dazu mehrere Möglichkeiten: z.B. gibt es ein Feld mit Satz Null oder Satz besonders, die man verwenden kann – bitte kontaktieren Sie Ihren Kassenhersteller, wie das bei Ihrer Kassa umzusetzen ist. Auf den herausgegebenen Belegen muss der neue Steuersatz von 5 % ausgewiesen sein, falls das die Kassa (noch) nicht kann, darf man die Belege händisch oder mit einem Stempel korrigieren (z.B. „korrigierter Steuersatz 5 %“).

Da der begünstigte Steuersatz nur sechs Monate gelten soll, ist es zulässig, die Registrierkassa NICHT umzustellen und die Belege anders (händisch, etc.) zu korrigieren. Details finden Sie auf der Homepage des BMF www.bmf.gv.at Button „Coronavirus“.

Anwendungsbereich des 5 %igen USt-Satzes erweitert!
Durch einen Änderungsantrag im Zuge der Beschlussfassung unterliegen nunmehr auch – vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission – folgende Umsätze der 5 %-igen Umsatzsteuer:

  • Abgabe von Speisen und Getränken zum Genuss an Ort und Stelle durch Bäcker, Fleischer und Konditoren. Voraussetzung ist eine entsprechende Gewerbeberechtigung.
  • Im Bereich der Beherbergung und Hotellerie ist auch die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen mit dem 5 %-igen Steuersatz begünstigt. Somit entfällt im Falle der Frühstücks-, Halb- oder Vollpension vorübergehend die lästige Aufteilung des Entgeltes. Ebenfalls begünstigt sind unter gewissen Voraussetzungen (Der Gast muss ohne umfangreiche eigene Vorkehrungen vorübergehend Aufenthalt nehmen können.) auch die Privatzimmervermietung, die Überlassung von Ferienwohnungen, sowie die Vermietung von Grundstücken für Campingzwecke.


Der 5 %-ige Steuersatz ist befristet für Umsätze nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Jänner 2021.

Achtung bei Dauer-/Abo-Rechnungen

Auch Druckwerke fallen ja u.a. für den Zeitraum Juli bis Dezember 2020 unter die 5 %-ige USt. Derzeit werden diesbezüglich viele Rechnungen (u.a. mit dem Titel z. B. „MwSt-Korrektur“ und dem Hinweis „nicht einzahlen“) versendet.

Sollte sich eine solche Rechnung auf Betriebsausgaben oder Werbungskosten beziehen gehört diese unbedingt zur Belegsammlung bzw. in die Buchhaltung (also nicht wegwerfen)!

Einerseits ist das Gebot der Vollständigkeit zu beachten, andererseits ist eben die Vorsteuer zu korrigieren.

Alle Jahre wieder ...
Tipps zum Jahreswechsel!

September 2020 / Das Corona-Jahr 2020 hat bereits eine Fülle von Sonder- und Hilfsmaßnahmen gebracht, zuletzt u.a. das Konjunkturstärkungsgesetz. Man sollte aber trotzdem nicht auf die „üblichen“ Überlegungen vergessen.


Aus Platz- und Kapazitätsgründen verweisen wir daher ausnahmsweise in erster Linie auf unser Klientenjournal vom September 2019 (auch auf Homepage nachzulesen) und wollen nur punktuell und schlagwortartig an einige Dinge erinnern:

  • Bilanzierende Unternehmen müssen u.a. eine Inventur erstellen und Rückstellungen bilden. Dabei können einige wenige Bewertungsspielräume genutzt werden.
  • Einnahmen-/Ausgaben-Rechner können das Ergebnis vielleicht durch das Zufluss-Abfluss-Prinzip beeinflussen.
  • Die Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter ist auf € 800,- erhöht worden.
  • Für Einzelunternehmer und Personengesellschafter gilt es unter Umständen den Gewinnfreibetrag auszunützen.
  • Für Spenden, Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen gilt das Abflussprinzip – also rechtzeitig zahlen!
  • Die fünfjährige Antragsfrist für die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung 2015 endet mit Jahresende!


Update Corona 9/2020
Was ist der aktuelle Stand bei welcher Maßnahme?!

September 2020 / Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss und COVID-19 Fonds für Künstler

Härtefallfonds
Der Härtefallfonds wird in bewährter Weise zu den bereits beschriebenen Bedingungen weitergeführt, derzeit kann bis zum Zeitraum 16.07. bis 15.08. beantragt werden. Der letzte Zeitraum ist 16.11.-15.12., Anträge sind bis 31.01.2021 möglich. Nähere Info und FAQs unter https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html.

Fixkostenzuschuss
Auch der Fixkostenzuschuss ist in eine Phase 2 eingetreten – im Zeitraum ab 16.06.2020 bis 15.03.2021 kann ein Fixkostenzuschuss bereits bei einem Umsatzausfall ab 30 % (bisher mindestens 40 %) beantragt werden, der Zuschuss beträgt bis zu 100 % der Fixkosten, die erfreulicherweise um Abschreibung und Leasingraten ergänzt wurden. Die erste Tranche (50 %) kann ab 16.09.2020 über FinanzOnline beantragt werden, die zweite Tranche mit qualifizierten Zahlen ab 16.12.2020.

Da die Einigung über die Bedingungen zu Phase 2 erst am 25.08. erfolgt ist, sind noch keine genauen Details bekannt, diese wird man unter www.fixkostenzuschuss.at finden bzw. stehen wir Ihnen gerne mit Info zur Verfügung.

Wir wollen nochmals auf den Lehrlingsbonus hinweisen, der über die WKO zu beantragen ist und für Lehrverträge, die zwischen 16.03. und 31.10.2020 abgeschlossen werden, in Höhe von € 2.000,- ausbezahlt wird. Das Lehrverhältnis muss spätestens mit 31.12.2020 beginnen; der Lehrlingsbonus gilt auch für die Übernahme von Lehrlingen aus einer überbetrieblichen Lehrausbildung.

COVID-19 Fonds für Künstler
Auch hier gibt es Unterstützung in verschiedener Form (Unterstützung für Einnahmenausfälle wegen Absagen von Veranstaltungen, Zuzahlung zu den Beiträgen der SVS etc.). Details sind unter www.ksvf.at zu finden.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 9.7.2020 18:00 Uhr
Anwendungsbereich des 5 %-igen USt-Satzes erweitert!

Juli 2020 / Durch einen Änderungsantrag im Zuge der Beschlussfassung unterliegen nunmehr auch – vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission – folgende Umsätze der 5 %-igen Umsatzsteuer:


  • Abgabe von Speisen und Getränken zum Genuss an Ort und Stelle durch Bäcker, Fleischer und Konditoren. Voraussetzung ist eine entsprechende Gewerbeberechtigung.
  • Im Bereich der Beherbergung und Hotellerie ist auch die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen mit dem 5 %-igen Steuersatz begünstigt. Somit entfällt im Falle der Frühstücks-, Halb- oder Vollpension vorübergehend die lästige Aufteilung des Entgeltes. Ebenfalls begünstigt sind unter gewissen Voraussetzungen (Der Gast muss ohne umfangreiche eigene Vorkehrungen vorübergehend Aufenthalt nehmen können.) auch die Privatzimmervermietung, die Überlassung von Ferienwohnungen sowie die Vermietung von Grundstücken für Campingzwecke.

Der 5 %-ige Steuersatz ist befristet für Umsätze nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Jänner 2021.

Unveränderliche Steuernummer ab 4. Juli 2020
Die bisherige Abgabenkontonummer (aus der bisher die Bearbeitungszuständigkeit abgeleitet werden konnte) wird durch die unveränderliche (wie bisher 9stellige) Steuernummer abgelöst. Diese wird per Zufallsgenerator erstellt und ist künftig der Ordnungsbegriff im Bereich der Finanzverwaltung. Bestehende Nummern bleiben unverändert, künftig auch unabhängig davon, in welchem Finanzamt die Bearbeitung erfolgt.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 29.6.2020 15:00 Uhr

Juni 2020 /
  • Umsatzsteuersatz 5% ab 1.7.2020
  • Änderungen Registrierkassen 1.7.2020
  • Investitionsprämie/degressive Abschreibung/Verlustrücktrag
  • Neustartbonus zur Einstellung von Mitarbeitern
  • Härtefall-Fonds

Umsatzsteuersatz 5 % ab 1.7.2020

Zur Unterstützung der Gastronomie, der Kulturbranche sowie des Publikationsbereichs,
soll zusätzlich zu den bisher getroffenen Maßnahmen, befristet vom 1.7.2020 bis 31.12.2020, ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von 5% eingeführt werden. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen, es wird aber Anfang Juli rückwirkend mit 01.07. in Geltung treten, weshalb man sich jetzt damit auseinandersetzen muss.

  • Im Bereich der Gastronomie betrifft dies die Abgabe aller Speisen und Getränke.
  • Im Kultur- und Publikationsbereich werden ebenfalls bestimmte Waren und Leistungen mit 5% besteuert.

Leistungen:

  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler,
  • Naturpark, Gärten, Museen
  • Theateraufführungen, Musik- und Gesangsaufführungen durch Einzelpersonen oder Orchester, Musikensembles und Chöre und Filmvorführungen

Waren:

  • Gemälde, Zeichnungen, künstlerische Fotografien, Textile Kunst
  • Bücher, Wörterbücher, auch lose Bogen
  • Zeitungen und andere periodische Druckschriften
  • Bilderalben, Bilderbücher, Malbücher
  • Noten, Wandkarten, Globen

Der Plan der Regierung ist, dass die Preise für die Waren/Leistungen gleich bleiben und die Betriebe von dem höheren Deckungsbeitrag profitieren sollen.


Änderungen Registrierkassen 01.07.2020

Achtung: Der neue Steuersatz von 5 % muss in der Registrierkassa angelegt werden, es gibt dazu mehrere Möglichkeiten, z.B. gibt es ein Feld mit Satz Null oder Satz besonders, das man verwenden kann – bitte kontaktieren Sie Ihren Kassenhersteller, wie das bei Ihrer Kassa umzusetzen ist. Auf den herausgegebenen Belegen muss der neue Steuersatz von 5% ausgewiesen sein, falls das die Kassa (noch) nicht kann, darf man die Belege händisch oder mit einem Stempel korrigieren (z.B. „korrigierter Steuersatz 5%“)
Da der begünstigte Steuersatz nur sechs Monate gelten soll, ist es zulässig, die Registrierkassa NICHT umzustellen und die Belege anders (händisch, etc.) zu korrigieren. Details finden Sie auf der Homepage des BMF https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus.html


Investitionsprämie/degressive Abschreibung/Verlustrücktrag

Die Regierung plant eine Investitionsprämie in Höhe von sieben bzw. 14%, die für Investitionen ab 01.09. gelten soll. Vorgesehen sind auch eine degressive Abschreibungsmöglichkeit (das bedeutet, die Abschreibung wird nicht linear auf die Jahre verteilt, sondern man darf am Anfang mehr abschreiben und die AfA wird jedes Jahr kleiner) sowie die Möglichkeit, Verluste aus 2020 im Jahr 2019 und wahrscheinlich auch 2018 bereits steuermindernd geltend zu machen (Verlustrücktrag). Das ist alles noch nicht beschlossen, für eventuelle Planungen für die zweite Jahreshälfte aber wichtig.


Neustartbonus zur Einstellung von Mitarbeitern

Eine neue Förderung des AMS (gilt für Einstellungen zwischen 15.06.2020 und 30.06.2021) soll die Arbeitslosigkeit senken – nimmt ein Arbeitsloser einen Job an, in dem er weniger verdient als vor seiner Arbeitslosigkeit, so erhält er einen Teil der Differenz für maximal 28 Wochen ersetzt. Das gibt Dienstgebern die Möglichkeit, Leute für den Neustart nach Corona in Teilzeit anzustellen, solange noch keine volle Auslastung finanzierbar ist.

  • Die offene Stelle muss beim AMS gemeldet sein.
  • Der (zukünftige) Dienstnehmer muss beim AMS als arbeitslos gemeldet sein.
  • Eine Wiederbeschäftigung beim selben Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten ist nicht förderbar.
  • Der (noch) Arbeitslose muss sich ans AMS wenden, bevor das Arbeitsverhältnis beginnt.



Nähere Info und Bedingungen unter https://www.ams.at/arbeitsuchende/karenz-und-wiedereinstieg/so-unterstuetzen-wir-ihren-wiedereinstieg/kombilohn-beihilfe


Härtefall-Fonds

Der Antrag für die Phase 3, Zeitraum 16.5. – 15.6.20, kann bereits gestellt werden.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 28.5.2020 17:00 Uhr

Mai 2020 /

  • Härtefall-Fonds Phase 2
  • Kurzarbeit


Verbesserungen beim Härtefall-Fonds Phase 2:


  • Seit 16.05.2020 sind Anträge für den Zeitraum 16.04.2020 bis 15.05.2020 möglich.
  • Anträge für den Zeitraum 16.03.2020 bis 15.04.2020 können weiterhin gestellt werden.
  • Die Mindestauszahlung beträgt nun EUR 500,- pro Monat.
  • Zusätzlich gibt es einen Comeback-Bonus von EUR 500,- pro Monat.
  • Die Förderung beträgt daher mindestens EUR 1.000,- pro Monat.
  • Innerhalb von neun Monaten (16.3. – 15.12.) werden jetzt sechs Monate (bisher konnte man nur für drei Monate beantragen) gefördert.
  • Förderbeträge aus dem Härtefall-Fonds werden beim Fixkostenzuschuss jetzt doch nicht angerechnet!

Kurzarbeit:


  • Ab 01.06.2020 müssen Erst-Anträge auf Kurzarbeit VOR Beginn der Kurzarbeit eingebracht werden.
  • Die Verlängerung einer bereits bewilligten Kurzarbeit kann schon beantragt werden.


Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 15.5.2020 12:00 Uhr - 500 Mio-Paket für Gastronomie

Mai 2020 / Und für alle „Nicht-Wirte“ ist auch noch was dabei (siehe „umsatzfördernde Maßnahmen“)


Der diesbezügliche Gesetzesentwurf liegt nun vor, die Gesetzeswerdung bleibt natürlich wie immer abzuwarten. Trotzdem wollen wir nachstehend die Eckpunkte vorstellen:
Umsatz- und Verbrauchssteuern:
Im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 offen abgegebene nichtalkoholische Getränke unterliegen nun der 10%-igen Umsatzsteuer.
Die oft kritisierte Schaumweinsteuer wird mit 1. Juli 2020 endgültig (wieder) abgeschafft.
Pauschale Gewinnermittlung:
Diesbezüglich ist vermutlich eine kleine Auffrischung notwendig: Bisher konnten Betriebe des Gastgewerbes mit einem Umsatz von max. € 225.000,- gewisse Betriebsausgaben pauschal absetzen, und zwar:

  • Grundpauschale: 10 % des Umsatzes, mindestens € 3.000,-, maximal € 25.500,-
  • Mobilitätspauschale (umfasst z.B. KFZ-Aufwendungen, Fahrtspesen und Reiskosten): 2 % des Umsatzes, maximal € 5.100,-
  • Energie- und Raumpauschale (umfasst nicht u.a. AfA und Instandhaltung): 8 % des Umsatzes, maximal € 20.400,-


Folgende Änderungen sind nunmehr geplant:

  • Erhöhung der Umsatzgrenze (für die Anwendbarkeit) auf € 400.000,-
  • Erhöhung des Grundpauschales auf 15%, mindestens aber € 6.000,-


Zusätzlich ist für „Dorfwirtshäuser“ als Regionalförderung die Erhöhung des %-satzes für das Mobilitätspauschale auf 6% (in Gemeinden bis 5.000 Einwohner) bzw. 4% (in Gemeinden bis 10.000 Einwohner) geplant.
Da gerade die Landgastronomie oft auf Aushilfskräfte angewiesen ist, soll bei der diesbezüglichen Regelung für Aushilfskräfte, die bereits in einem anderen voll sozialversicherungsrechtlichen Dienstverhältnis stehen, bis Ende des Jahres die 18-Tage-Beschränkung entfallen.

Weiter sind folgende – hoffentlich – umsatzfördernde Maßnahmen geplant:
Ab 1. Juli (bis 31. Dezember) sollen sogenannte Geschäftsessen („Bewirtungsspesen“) zu 75% (dzt. 50%) absetzbar sein.
Die (seit ewigen Zeiten unveränderte) Grenze hinsichtlich der Steuerfreiheit von dem Personal zur Verfügung gestellten Essensgutscheinen zur Einlösung in der Gastronomie soll ab 1. Juli von € 4,40 auf € 8,- pro Arbeitstag angehoben werden. Die Grenze für Lebensmittelgutscheine soll ebenfalls ab 1. Juli von € 1,10 auf € 2,- erhöht werden.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 13.5.2020 13:00 Uhr - Fixkostenzuschüsse im Rahmen des Corona-Hilfsfonds

Mai 2020 / Lang ersehnt und noch immer nicht zu beantragen - hoffentlich droht dem Fixkostenzuschuss nicht das bürokratische Schicksal anderer „Hilfsmaßnahmen“. Zweimal wurde die Möglichkeit zur Registrierung bereits verschoben, am 20.05.2020 soll es aber wirklich soweit sein. Diesmal nicht bei der WKO, sondern über FinanzOnline.



Immerhin erfolgt die Auszahlung nicht erst im nächsten Jahr, sondern in 3 Tranchen angeblich ab Anfang Juni, wie das gehen soll, weiß derzeit niemand.

Was muss erfüllt sein?

  • Das Unternehmen erleidet während der Coronakrise einen Umsatzverlust von zumindest 40%.
  • Das Unternehmen war vor der Krise „gesund“.

Verpflichtungen:

  • Erhalt der Arbeitsplätze
  • Zumutbare Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten

Höhe des Zuschusses:
Der Fixkostenzuschuss ist gestaffelt und abhängig vom Umsatzausfall des Unternehmens, wenn diese binnen 3 Monaten 2.000,- Euro übersteigen, zahlt der Bund:

  • 40 – 60% Ausfall: 25% Ersatzleistung
  • 60 – 80% Ausfall: 50% Ersatzleistung
  • 80 – 100% Ausfall: 75% Ersatzleistung

Bemessungsgrundlage sind die Fixkosten und Umsatzausfälle ab dem 16. März 2020 bis zum Ende der Covid Maßnahmen, längstens bis 15. September 2020.
Daneben wird die Entwertung des Lagers bei saisonalen oder verderblichen Waren ersetzt. Falls Sie davon betroffen sind, erstellen Sie also darüber eine Inventur.

In der 2. Tranche darf man einen Unternehmerlohn von max. € 2.000,- ansetzen.


Wermutstropfen:

Bisherige Unterstützungen, also z.B. aus dem Härtefall- Fonds (Phase 1 und 2) werden gegengerechnet!


Inhalt des Antrages:

  • Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten
  • Darstellung der tatsächlich eingetretenen Umsatzrückgänge
  • Bestätigung durch den Steuerberater


Leider gibt es noch kein Muster des Antragsformulares, so dass eine genaue Vorbereitung noch nicht möglich ist.

Auszahlung:

Die Auszahlung erfolgt in 3 Tranchen. Das erste Drittel ist ab 20. Mai zu beantragen.
Die nächsten Termine der Antragstellung sind 19. August und 19. November.


Ein offenes Wort:

Ein Anruf im Finanzministerium hat ergeben, dass die Richtlinie für den Fixkostenzuschuss noch gar nicht fertig ist. Begriffe wie „gesundes Unternehmen“ und vieles andere ist noch nicht definiert. Die obigen Ausführungen sind heutiger Wissensstand, werden aber sicher noch eine Änderung erfahren.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 4.5.2020 18:00 Uhr

Mai 2020 /
- Achtung: Vermehrte Kontrollen durch Finanzpolizei bei Covid-19-Kurzarbeit
- Steuerfreie COVID-Bonuszahlungen in 2020



Kontrollen durch Finanzpolizei
Wir wollen Sie darauf vorbereiten, dass die Finanzpolizei vermehrt Prüfungen bei Unternehmen durchführt, die Kurzarbeit beantragt haben.

Das ist natürlich vom Standpunkt des Steuerzahlers richtig, weil niemand für schwarze Schafe zahlen will, andererseits hat man aber leider das Gefühl, alle Unternehmer stehen grundsätzlich unter Generalverdacht.

Bitte beachten Sie:

  • Missbrauch bei Kurzarbeit besteht nicht darin, dass mehr gearbeitet wird, als ursprünglich angegeben. Das ist sogar erfreulich. Es ist aus einem solchen Grund auch kein geänderter Antrag an das AMS zu stellen. Missbrauch wäre es nur, wenn bei der Abrechnung mehr Ausfallstunden eingereicht werden, als tatsächlich angefallen sind. So steht es auch auf der AMS Homepage!
    Diese Abrechnung erfolgt aber immer im Nachhinein und Sie bekommen ohnehin nur die tatsächlichen Ausfallstunden ersetzt.
  • Achten Sie darauf sorgfältig ausgefüllte Arbeitszeitaufzeichnungen vorweisen zu können. Rechnen Sie auch damit, dass Ihre Mitarbeiter befragt werden können, ob sie eventuell zu falschen Arbeitszeitaufzeichnungen angestiftet wurden.
  • Lassen Sie sich den Namen des Einsatzleiters geben und bestehen Sie auf eine Niederschrift.
  • Natürlich können Sie uns auch gerne anrufen, wenn Sie Rat und Hilfe benötigen.



Steuerfreie COVID-Bonuszahlungen in 2020
Erfreulicherweise wurden mit dem 3.COVID-19-Gesetz Zulagen und Bonuszahlungen an Arbeitnehmer, die aufgrund der Krise zusätzlich geleistet werden, im Kalenderjahr 2020 bis EUR 3.000.- steuerfrei (und SV-frei) gestellt.

Nunmehr hat das BMF bestätigt, dass diese Zulagen und Bonuszahlungen nicht nur als Bargeld, sondern auch in Form von Gutscheinen erfolgen können und die Steuerfreiheit nicht gefährdet ist.

Die gesetzliche Formulierung ist sehr vage – es muss sich um Bonuszahlungen für außergewöhnliche Leistungen von Mitarbeitern in Bereichen, die das System während der Coronakrise aufrechterhalten (wer kann dieses Wort noch hören?) handeln.

Da man nicht davon ausgehen kann, dass jetzt in einem Anfall von Großzügigkeit jede Prämie in 2020 begünstigt ist und wir nicht wollen, dass Sie bei Prüfungen in zwei oder drei Jahren Nachzahlungen haben, raten wir Ihnen einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen der Belohnung und der Coronakrise herzustellen und zu dokumentieren.

Blitz-Info Corona-Virus – Update Stand 17.4.2020 10:00 Uhr

April 2020 / Corona Hilfsfonds:
Die für 15.4.2020 angekündigte Registrierung für Fixkostenzuschüsse beim aws verschiebt sich auf Anfang Mai!

Corona Härtefall-Fonds - Phase2: Anträge ab 20. April 2020 möglich!
Mit ein paar Tagen Verspätung soll also nunmehr der Antrag ab 20.4. möglich sein.


Auf www.wko.at und auf www.bmf.gv.at sind umfangreiche Informationen, mit denen Sie sich leider beschäftigen müssen, da Sie deren Kenntnisnahme beim Antrag auch zu bestätigen haben.

Wir wollen hier eher auf die praktische Durchführung eingehen und eine Zusammenfassung geben.

Bevor Sie den Antrag stellen, richten Sie (neben Ihren persönlichen Daten) folgende Angaben her:

  • Sozialversicherungsnummer
  • Steuernummer
  • Kennziffer Unternehmensregister KUR oder (!)
    Globale Lokationsnummer GLN
  • Anzahl Beschäftigte
  • Datum Aufnahme unternehmerischer Tätigkeit
  • Einnahmen im Betrachtungszeitraum 1: 16. März 2020 - bis 15. April 2020
  • Nebeneinkünfte netto
  • Kontodaten


Wir unterstützen Sie beim Ausfüllen Ihres Antrages sehr gerne!

Folgende Personengruppen können den Antrag stellen:

  • Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmer als natürliche Person, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen und max. 2 Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmer wie Trainer oder Vortragende
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)


Die Unterstützung beträgt 80% des Einkommensentganges, max.€ 2.000,-. Nebeneinkünfte verringern die Förderhöhe, ebenso Zahlungen aus der Phase 1.
Für jeden Beobachtungszeitraum muss ein eigener Antrag gestellt werden. Die Berechnung der Förderhöhe erfolgt von der Behörde unter Zuhilfenahme der Zahlen des letzten Einkommensteuerbescheides automatisch. Die Einkünfte müssen positiv sein um eine Förderung zu erlangen.

Hier der Link zum Antrag: https://tinyurl.com/y7cjbrwh

Unserer Erfahrung nach sollten Sie sich mit der Beantragung vielleicht noch etwas Zeit lassen, da es wahrscheinlich wieder viele Auslegungsfragen geben wird.

Wichtige Termine Ende Februar - Achtung: Es geht nicht nur um die Lohnverrechnung!

Februar 2020 / Nicht nur die Lohnverrechner schwitzen derzeit kräftig – und das nicht nur wegen der ungewöhnlich hohen Temperaturen – sondern weil bis Ende Februar vieles zu erledigen ist. Auch abseits der Lohnverrechnung ist bis Ende Februar noch einiges zu tun.


Im Einzelnen:
Die Lohnverrechnung ist abzuschließen, verschiedene Abrechnungskontrollen und eventuelle Ergänzungen (z.B. Reisekosten, Km-Gelder), u.U. auch noch Aufrollungen sind durchzuführen. Danach sind die Lohnzettel (L16) elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln, ebenso die Schwerarbeitermeldungen. Obwohl Frist bis 31. März werden gleichzeitig die Kommunalsteuererklärungen und in Wien die Dienstgeberabgabeerklärungen (U-Bahnsteuer) erstellt und übermittelt.
Gemäß § 109a EStG müssen Unternehmer und Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechtes Zahlungen für bestimmte Leistungen (außerhalb eines Dienstverhältnisses erbracht) elektronisch dem Finanzamt (ähnlich einem Lohnzettel) melden. Betroffen hievon sind folgende Leistungen:

  • Freie Dienstnehmer (!)
  • Aufsichts- und Verwaltungsräte
  • Stiftungsvorstände und Aufsichtsorgane
  • Selbständige Vortragende, Lehrende und Unterrichtende
  • Bausparkassen- und Versicherungsvertreter
  • Kolporteure und Zeitungszusteller
  • Privatgeschäftsvermittler (Provisionsempfänger)
  • Funktionäre öffentlich-rechtlicher Körperschaften


Für Bagatellfälle (Nettohonorar inkl. Reisekostenersätze < € 450,-- pro Leistung und
< € 900,-- p.a.) kann die Meldung entfallen.

Weitere Meldepflichten sind in § 109b EStG normiert. Diese betreffen im wesentlichen Zahlungen ins Ausland für bestimmte Leistungen mit Inlandsbezug. Die Details sind ziemlich komplex, daher ist jeweils eine Einzelfallbetrachtung erforderlich. Natürlich stehen wir diesbezüglich gerne zur Verfügung.
§ 109b geht § 109a bevor. Bei vorsätzlicher Verletzung der Meldepflicht (= Finanz-ordnungswidrigkeit) droht eine Geldstrafe iHv 10% des meldepflichtigen Betrages, max. € 5.000,-- (lit.a) bzw. € 20.000,-- (lit.b).

Eben wegen all dieser Meldungen werden (Arbeitnehmer-)veranlagungen erst ab März erledigt. Nachträglich einlangende Meldungen (gilt auch für Meldungen betreffend Sonderausgaben) führen in weiterer Folge zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens.
Je nach Umfang des uns erteilten Auftrages und natürlich abhängig von den uns zur Verfügung stehenden Daten erledigen wir viele dieser Verpflichtungen für Sie automatisch.